Stosswellen
Sanfte Impulse, die Regeneration anstossen
WIE MECHANISCHE ENERGIE KÖRPEREIGENE REGENERATION AKTIVIERT – VERSTÄNDLICH ERKLÄRT, WISSENSCHAFTLICH FUNDIERT
Stoßwellen sind seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Medizin – vielen zunächst bekannt aus der Behandlung von Nierensteinen, wo hochenergetische Impulse harte Ablagerungen zerkleinern. Doch die moderne Stoßwellenmedizin ist weit mehr als diese erste Anwendung: Mit gezielten, deutlich sanfteren Impulsen können heute biologische Prozesse angeregt werden, die der Körper selbst zur Reparatur nutzt.
Diese Form der Stimulation basiert auf einem wissenschaftlich gut belegten Mechanismus: Mechanotransduktion – also der Prozess, bei dem Zellen mechanische Reize („Druck, Zug oder Vibration“) in biologische Aktivität umwandeln. Vereinfacht gesagt: Der Körper „übersetzt“ einen mechanischen Impuls in Regenerationssignale. Wachstumsfaktoren werden freigesetzt, die Bildung neuer Blutgefäße wird unterstützt (Angiogenese = Neubildung kleinster Gefäße) und Stoffwechselprozesse im Gewebe können verbessert werden. Für unsere Patienten bedeutet dies: Die Therapie arbeitet nicht zerstörerisch, sondern aktivierend. Sie nutzt das, was der Körper grundsätzlich selbst kann – Regeneration einleiten – und gibt nur den Anstoß, den das Gewebe benötigt, um diesen Prozess wieder aufzunehmen.
In der Herztherapie wurde diese Erkenntnis weiterentwickelt zur Therapie Kardiale Stoßwellen-Therapie (CSWT) – einem wegweisenden Verfahren, das unterversorgte Herzareale gezielt stimuliert, ohne Operation, ohne Narkose und ohne Ausfallzeit. Damit schlägt die Stoßwellenmedizin eine Brücke zwischen moderner Physik und biologischer Regeneration – auf eine Weise, die für Patienten verständlich bleibt und für Fachkollegen medizinisch nachvollziehbar ist.