Wie Stosswellen neue Wege in
der Medizin eröffnen
Stosswellen sind mehr
als ein physikalisches
Phänomen
Sie haben die moderne Medizin
nachhaltig verändert
Seit über 40 Jahren werden sie therapeutisch eingesetzt, zunächst zur Zertrümmerung von Nierensteinen, heute in nahezu allen medizinischen Disziplinen. Ob in der Orthopädie, Dermatologie, Neurologie oder Kardiologie – überall zeigt sich: gezielt eingesetzte mechanische Energie kann Regenerationsprozesse aktivieren.
In den Schlosspraxen Meyer nutzen wir diese Erkenntnis im Bereich der Herzmedizin. Die Kardiale Stoßwellen-Therapie (CSWT) steht für eine neue Generation sanfter Behandlungsverfahren, die die natürlichen Regenerationsmechanismen des Körpers nutzt – ohne Operation, ohne Narkose, ohne Belastung.
Was sind Stosswellen?
Physikalisch betrachtet sind Stoßwellen kurze, energiereiche Druckimpulse, die sich als Schallwellen im Gewebe ausbreiten.
Sie sind verwandt mit Schall und Ultraschall, aber nicht identisch: Während Ultraschall in gleichmäßigen Schwingungen verläuft, besteht eine Stoßwelle aus einem einzigen, sehr kurzen Druckpuls mit anschließendem leichten Unterdruck. Diese Pulse entstehen außerhalb des Körpers (extrakorporal) und werden über Wasser oder Kontaktgel in das Gewebe übertragen.
Je nach Energieform wirken
Stosswellen auf unterschiedliche Weise
Hochenergetisch
Zur Zerstörung fester Strukturen, wie bei der Nierensteinbehandlung (Lithotripsie)
Mittelenergetisch
Zur Aktivierung von Stoffwechsel und Regeneration in Muskeln, Sehnen oder Knochen
Niedrigenergetisch
Zur gezielten biologischen Stimulation – etwa im Nervengewebe oder im Herzmuskel
Vom Orthopädie-Werkzeug zur
biologischen Regenerations-Therapie
Nach den ersten Anwendungen in der Urologie entwickelte sich die Stoßwellentherapie rasch weiter – vor allem in der Orthopädie, wo sie seit den 1990er-Jahren zur Behandlung von Sehnenreizungen, Fersensporn oder verzögerter Knochenheilung eingesetzt wird. Heute gilt die Stoßwelle als fester Bestandteil der regenerativen Medizin. Sie kann die Durchblutung verbessern, die Ausschüttung von Wachstumsfaktoren anregen und die Schmerzweiterleitung hemmen.
Diese Effekte entstehen durch das Prinzip der Mechanotransduktion – also die Umwandlung mechanischer Reize in biologische Aktivität. Damit ist die Stoßwelle keine „Zerstörungsenergie“ mehr, sondern eine biologische Aktivierungsenergie. Genau dieses Verständnis hat den Weg in neue Fachgebiete geebnet – auch in die Kardiologie.
Impulse für ein besseres
durchblutetes Herz
In der Herzmedizin werden Stoßwellen heute genutzt, um unterversorgte Areale des Herzmuskels zu stimulieren. Die sogenannten kardialen Stoßwellen (CSWT) regen die Bildung neuer Blutgefäße (Angiogenese) an und verbessern die Mikrozirkulation – also den Blutfluss in den kleinsten Gefäßen.
Bei der Behandlung wird der Herzmuskel präzise lokalisiert und über die Brustwand mit sanften Stoßwellen-Impulsen stimuliert. Diese Impulse lösen im Gewebe regenerative Prozesse aus, die die Durchblutung verbessern und die Belastbarkeit erhöhen können.
Für unsere Patienten in unseren Schlosspraxen Meyer bedeutet das: Die Kardiale Stoßwellen-Therapie (CSWT) ist eine sanfte, schmerzfreie Therapie, die bestehende Behandlungsformen sinnvoll ergänzt und die natürlichen Reparaturmechanismen des Körpers gezielt unterstützt.
Eine Zukunftstechnologie mit Geschichte
Stoßwellen sind ein Beispiel dafür, wie sich physikalische Erkenntnisse in klinischen Fortschritt verwandeln können. Was einst mit der Zertrümmerung von Nierensteinen begann, hat sich zu einer multidisziplinären Therapieplattform entwickelt, die Heilung nicht erzwingt, sondern anstößt.
Ob in der Orthopädie, Neurologie oder Kardiologie – überall steht das gleiche Prinzip im Mittelpunkt: Sanfte Impulse, die das Gewebe zur Selbstheilung anregen. Die Stoßwellentherapie verkörpert damit einen neuen Ansatz in der Medizin: nicht invasiv, nicht zerstörerisch, sondern aktivierend, regenerativ und präzise steuerbar.
Bereits rund 3000 klinische
Studien zur Stosswelle
Nutzen und Funktion der Stoßwellen in der Medizin sind wissenschaftlich äußerst gut erforscht. Rund 3.000 klinische Studien sind bislang zu Stoßwellen in der Medizin publiziert worden.