Kardiale Stoßwellentherapie (CSWT): Studie zeigt deutliche Verbesserungen bei Patienten mit refraktärer Angina pectoris
Welche Veränderungen zeigten sich bei den behandelten Patienten im Einzelnen?
Die Kardiale Stoßwellentherapie (CSWT) gehört zu den innovativen nicht-invasiven Verfahren der regenerativen Herzmedizin. Ziel der Therapie ist es, die Durchblutung des Herzmuskels zu verbessern und körpereigene Reparaturmechanismen anzustoßen.
Eine aktuelle klinische Studie – Link siehe unten – untersuchte die Wirksamkeit dieser Methode bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) und refraktärer Angina pectoris – also bei Patienten, deren Beschwerden trotz medikamentöser Therapie weiterhin bestehen. In der Studie wurden 65 Patienten über einen Zeitraum von sechs Monaten beobachtet. Die Ergebnisse zeigen deutliche Verbesserungen sowohl bei den Beschwerden der Patienten als auch bei messbaren Herzparametern.
Im Folgenden erläutern wir einige der wichtigsten Ergebnisse dieser Studie anhand von Grafiken:
Deutlich gesunkener NT-proBNP-Wert
Der Laborwert NT-proBNP ist ein wichtiger Marker für die Belastung des Herzens. Er steigt typischerweise an, wenn das Herz unter Druck steht oder eine Herzinsuffizienz vorliegt. In der Studie sank der NT-proBNP-Wert im Durchschnitt um 57 % – von etwa 942 pg/ml auf 410 pg/ml. Eine solche Veränderung zeigt auf, dass das Herz nach der CSWT-Behandlung weniger stark belastet ist und sich die Herzfunktion stabilisieren kann.
91 Prozent weniger Angina-pectoris-Anfälle
Ein besonders wichtiger Punkt für Patienten ist die Häufigkeit von Angina-pectoris-Anfällen – also der typischen Brustschmerzen durch Durchblutungsstörungen des Herzmuskels.
Die Studie zeigte hier einen besonders deutlichen Effekt:
- durchschnittlich 6,26 Anfälle pro Woche vor der Behandlung
- nur noch 0,58 Anfälle pro Woche nach der Therapie
Das entspricht einer Reduktion von rund 91 Prozent.
Für viele Patienten bedeutet dies eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität, da Schmerzen, Luftnot und Belastungsprobleme deutlich seltener auftreten.
Verbesserte Belastbarkeit im 6-Minuten-Gehtest
Ein weiterer wichtiger Messwert ist der sogenannte 6-Minuten-Gehtest. Dabei wird gemessen, wie weit Patienten innerhalb von sechs Minuten gehen können. Dieser Test gibt einen guten Eindruck von der körperlichen Belastbarkeit.
Nach der Behandlung mit der kardialen Stoßwellentherapie konnten die Patienten im Durchschnitt 107 Meter weiter gehen.
Vor der Therapie: 280 Meter
Nach der Therapie: 389 Meter
Dies zeigt, dass sich die körperliche Leistungsfähigkeit durch die CSWT deutlich verbessern kann.
Verbesserte Herzfunktion (Ejektionsfraktion)
Auch die Pumpfunktion des Herzens verbesserte sich messbar.
Die sogenannte Ejektionsfraktion – ein zentraler Parameter für die Herzleistung – stieg in der Studie durchschnittlich von 37 Prozent auf 41,6 Prozent.
Parallel dazu nahm auch die Ischämie des Herzmuskels ab, also Bereiche mit schlechter Durchblutung.
Weniger schwere Herzinsuffizienz-Stadien
Auch die NYHA-Klassifikation, ein international verwendetes System zur Einteilung der Herzinsuffizienz, verbesserte sich deutlich.
Der Anteil der Patienten mit schweren Herzinsuffizienzstadien (NYHA III oder IV) sank von rund 15 Prozent auf unter 2 Prozent.
Dies zeigt, dass viele Patienten nach der Behandlung weniger stark eingeschränkt waren.
Verbesserte Durchblutung des Herzmuskels
Bildgebende Untersuchungen des Herzmuskels zeigten außerdem eine deutlich verbesserte Durchblutung.
Die Fläche der Perfusionsdefekte – also Bereiche mit zu geringer Blutversorgung – nahm signifikant ab. Insgesamt konnte die myokardiale Ischämie um etwa 30 Prozent reduziert werden.
Gute Verträglichkeit der CSWT-Therapie
Neben der Wirksamkeit untersuchte die Studie auch die Sicherheit der Behandlung. Während des gesamten Beobachtungszeitraums wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen beobachtet, insbesondere keine Herzrhythmusstörungen oder Schäden am Herzmuskel.
Fazit der Studie mit der Kardialen Stoßwellen-Therapie (CSWT)
Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass die Kardiale Stoßwellentherapie (CSWT) bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) und refraktärer Angina pectoris deutliche Verbesserungen bewirken kann.
Hier nochmals die Zusammenfassung der Studienergebnisse:
- weniger Angina-pectoris-Anfälle
- bessere Belastbarkeit
- verbesserte Herzfunktion
- reduzierte Durchblutungsstörungen des Herzmuskels
- gute Verträglichkeit der Therapie
Die CSWT stellt damit einen vielversprechenden nicht-invasiven Ansatz der regenerativen Herzmedizin dar, der insbesondere für Patienten interessant sein kann, bei denen klassische Therapien nur begrenzte Wirkung zeigen.
Wenn Sie mehr über die Kardiale Stoßwellentherapie (CSWT) erfahren oder wissen möchten, ob diese Behandlung für Sie infrage kommen könnte, beraten wir Sie gerne persönlich in unseren Schlosspraxen Meyer.
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